Papier. Beton. Sound.
25. November 2023 – 21. Januar 2024
Clemens Schneider – Papierinstallationen
Susanne Piotter – Betonskulpturen

Clemens Schneider

Susanne Piotter
Clemens Schneider gestaltet mit handgeschöpftem Papier eindrucksvolle Installationen, die uns den Raum im Zusammenspiel mit Material und Klang neu erleben lassen. Seine großformatigen Papierbögen sind aus recycelten Alttextilien in einem aufwendigen Prozess mit selbstgebauten Gerätschaften hergestellt. Töne und Sounds entstehen durch elektronische Piezokristalle in den farbigen Papierstrukturen und sorgen für ein auf alle Sinne zielendes Kunsterlebnis. Diese „Talking Papers“ produzieren eigentümliche, meditativ anmutende Geräusche. Das fragile Material gewinnt zugleich an raumbildender Eigenkraft, seine Transparenz lässt das Licht als wichtigen Ausdrucksfaktor mitschwingen. Schneiders ebenso nachhaltiger wie kreativer und subversiver Ansatz versteht sich als Kritik an Umweltzerstörung und Verschwendung von Ressourcen. Für die Villa Bosch konzipierte er eine eigens auf die Räume abgestimmte Arbeit. Der 1974 in Stuttgart geborene Künstler lebt und arbeitet in der Landeshauptstadt.
Susanne Piotter entwirft plastische Objekte aus gegossenem Beton, die eine verblüffende skulpturale Wirkung erzeugen. Streng geometrisch reduziert erinnern sie an Fragmente von Architekturen, nehmen Bezug auf urbane Strukturen und erscheinen zugleich als eigenständige Formschöpfungen. Piotter lotet darin die Möglichkeiten und Grenzen des Werkstoffs Beton aus. Ebenso wuchtig und archaisch wie auch miniaturhaft und fragil, teils in Grau, teils starkfarbig akzentuiert, bestechen die Werke durch ihre autonome Ausdruckskraft. Als Wandreliefs oder Sockelskulpturen entfalten die Arbeiten ihren gleichermaßen rohen und sinnlichen, konstruktiven und expressiven Reiz im Spannungsfeld zwischen Oberflächen, Volumen und Raum. Auch hinterfragen die Skulpturen auf subtile und ironische Weise unseren Umgang mit dem Baustoff Beton sowie seine Bedeutung und Ästhetik für Gebäude, Umwelt und Gesellschaft. Die 1969 in Düsseldorf geborene Künstlerin lebt und arbeitet in Berlin.
Kleine Eindrücke aus der aktuellen Ausstellung
Größer könnten die Gegensätze nicht sein. Dabei wirken Susanne Piotters Betonskulpturen alles andere als schwer. Die Papierarbeiten von Clemens Schneider im Obergeschoss muss man selbst begehen und den eingebauten Sound dort erleben, das kann kein Bild vermitteln. Wir wünschen Ihnen lebhafte Erfahrungen!












© Fotos der Ausstellung: Wolfram Janzer
Video zur Ausstellung

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© Tobias Lingk
Download und Infos
Einführungsrede zur Ausstellung von Dr. Andreas Gabelmann (PDF)
Wir danken der Sparkasse Hegau-Bodensee, der Werner und Erika Messmer Stiftung und dem Weinhaus Baum für die freundliche Unterstützung.