Das war unser Kunstfest 2026
Unser Kunstfest am 16. Mai übertraf all unsere Erwartungen. Nach Öffnen der Türen der Villa Bosch war diese bis zum späten Nachmittag überaus gut besucht. Unsere Idee, kunstaffine Menschen – ob alt, ob jung – in einem zwanglosen Rahmen zusammenzubringen und unsere Arbeit zu präsentieren, fand großen Widerhall.
Unter dem Motto „Ohne Kunst wäre es nur eine Villa“ wurden neben der laufenden Ausstellung vielfältige Programmpunkte angeboten.

Kunst …
Antonio Zecca begeisterte im Rahmen einer Perfomance, schuf mit Farbe und einem als Pinsel fungierenden Löffel fünf kraftvolle großformatige Bilder.
Alexander Weinmann, Mitglied des künstlerischen Beirats, vermittelte an einigen seiner Exponate sehr anschaulich sein künstlerisches Arbeiten. Fundstücke ehemaliger Werkzeuge und Metallteile industrieller Produktion zum Beispiel nähme er aus dem ursprünglichen Kontex heraus und arrangiere diese in einer anderen Formensprache neu. Viele seiner Objektkompositionen gingen auf Urformen der Skulptur – Torsi, Wächter, Tore und Zeichen – zurück, erläuterte er dem interessierten Publikum.
Ariane Faller und Mateusz Budasz führten durch ihre im 1. Obergeschoss laufende Ausstellung, erklärten, dass für sie ein Raum nicht nur Ausstellungsort, sondern Ausgangspunkt der gemeinsamen Arbeit sei. Die Erkundung des Raums und seiner Umgebungssituation stünde stets am Beginn der ortsbezogenen Installationen. Das gezielte Eingreifen und Transformieren in bestehende Raumstrukturen führte ganz offensichtlich auch in der Villa Bosch zu neuen Erfahrungssituationen für die vielen Gäste.
Das von der Kunstpädagogin Mirjam Wingender geschaffene „Kunstlabor“ ermöglichte kleineren Gästen mit Farben, Techniken und Ideen zu experimentieren und erste Kunstwerke zu schaffen.
Musik …
Umrahmt wurde der Tag von mehreren musikalischen Einlagen des um zwei Gäste erweiterten Art Club Trio, die in wechselnder Besetzung unplugged spielend für eine grandiose Stimmung sorgten und mit langanhaltendem Applaus bedacht wurden. Das Trio – Heike Strate (Vocals), Joachim Strate und Andreas Gabelmann (beide Gitarre) – kommt aus unseren eigenen Reihen, alle sind Mitglieder des Kunstvereins. Die beiden Gäste waren Dieter Rigling (Schlagzeug) und Hendrik Valentin (Akkordeon). Das Art Club Trio spielte eigene Kompositionen und beliebte Klassiker aus Pop, Soul und Jazz, die das Publikum begeisterten.
… und mehr
Bei kühlen Getränken oder frisch gemahlenen Kaffeespezialitäten sowie leckeren Snacks ergaben sich unter den Besuchern vielfältige Begegnungen und gute Gespräche. Unser Wunsch, in der aktuell auf so vielen Ebenen herausfordernden Zeit im Kunstverein einen Raum zu schaffen, in dem Menschen miteinander in Kontakt treten und sich austauschen können, ging voll auf. Die zahlreichen Gäste verließen die Villa Bosch am späten Nachmittag zufrieden, inspiriert und mit vielen neuen Eindrücken – ebenso fühlten wir uns als Organisatoren beglückt über die gelungene Premiere eines bunten und vielfältigen Kunstfestes, das sicher eine Wiederholung erfahren wird.
Hier ein kleiner Einblick in den Tag
Fotos: Udo Gattenlöhner, Kerstin Schlegel, Wolff Voltmer
Kunst und Kultur im schönsten Wohnzimmer der Stadt
Kultur hat bedauerlicherweise keine Lobby, gilt in Deutschland als „freiwillige Leistung“ der Kommunen. So geraten auch in Radolfzell Kulturausgaben bei Haushaltsengpässen leider als erste unter Einsparungsdruck. Dass die Villa Bosch als das schönste „Wohnzimmer für Kunst und Kultur“ in Radolfzell einem erheblichen Sanierungsbedarf unterliegt, ist unzweifelhaft.
In gemeinsamer Anstrengung mit dem Kulturamt der Stadt ist es in den vergangenen Jahren jedoch auch gelungen, die Villa Bosch mit Engagement, Herzblut und qualitativ hochwertigen Ausstellungen, auch über die Stadt- und Kreisgrenze hinaus, zu einem beachtetem Ort der Kultur zu entwickeln. Die Unterstützung der Stadt Radolfzell, in deren Hand sich die wunderbaren, Künstler und Besucher immer wieder begeisternden Räume der Villa Bosch befinden, ermöglicht uns – abseits der Metropolen und weit vor den großen Museen und kommerziellen Galerien – Ausstellungen von arrivierten Künstlern zu präsentieren und den Raum für experimentelle, ephemere und manchmal auch politisch unbequeme Kunstformen, die keinen unmittelbaren Marktwert besitzen, zu stellen.
Für die bisherige Unterstützung gilt der Stadt und dem Kulturamt daher unser ausdrücklicher Dank!
Nach dem Kunstfest ist vor der Vernissage …
Bereits am 29. Mai eröffnen wir unsere nächste Ausstellung ELEMENTAR, zu der wir Sie herzlich einladen. Alle Informationen finden Sie auf der Ausstellungsseite zu ELEMENTAR.
Unterstützen Sie uns
Motivieren möchten wir Sie, dazu beizutragen, dass uns dieser Rahmen auch zukünftig erhalten bleibt. Ideen, wie die außergewöhnlich schönen Räume der Villa Bosch als erhaltenswerten Kulturort der Region noch mehr in das Bewußtsein der Bevölkerung rücken könnten, haben Kulturamt und Kunstverein und wir freuen uns darauf, Ihnen diese in Zukunft präsentieren zu können. Werben Sie für unsere Arbeit und: Mitglied werden kann man mittlerweile mit ein paar Klicks hier über unsere Homepage.
Einfacher geht es nicht, unsere Arbeit auch zukünftig zu unterstützen. Wir bauen auf Sie!